Domestizierung des Pferdes

Bevor das Pferd zum “Haustier” wurde, waren bspw. bereits der Hund, das Schaf oder das Rind bereits domestiziert.

Der Mensch hatte also schon Erfahrungen im Umgang mit Tieren gemacht. Man geht davon aus, dass die ersten Pferde ca. 5000 vor Christus domestiziert wurden, denn die ältesten Funde gehen auf 4000 v. Chr. zurück. Sehr wahrscheinlich begann diese Phase in der heutigen Ukraine um sich dann in den Südwesten Asiens zu auszubreiten. In Mitteleuropa geht man von der Domestizierung des Pferdes ca. 3000 v. Chr. aus,wobei die Pferde noch sehr klein (bis 1,30 m Stockmaß) waren und eher Tarpanen glichen.

Die Lebensbedingungen der Pferde änderte sich durch die Haltung in Gefangenschaft. Man geht heute davon aus, dass zunächst eine kleine Herde gefangen wurde. Aus dieser kleinen Herde wurden die Pferde mit den besten Eigenschaften und der geringsten Scheu ausgewählt und mit diesen weiter gezüchtet. Der Mensch gab den Pferde Futter und schützte sie vor äußeren Einflüssen und begann das Pferd zu zähmen. Durch dieses langwierige Selektionsverfahren wurde eine genetisch basierte Änderung im Verhalten, aber auch des Aussehens des Pferdes herbeigeführt.

Wie weit sich die heutigen Pferde von der Wildform unterscheiden ist schwierig zu beurteilen, da es heute keine wirklich freilebenden Pferde mehr gibt.

Insgesamt kann man davon ausgehen, dass das Hauspferd gegenüber der Wildform heute weniger aggressiv gegenüber Menschen und Artgenossen, zahmer, vielfältiger und von den Instinkten reduziert ist (weniger ausgeprägtes Fluchtverhalten).

Es bleibt festzuhalten, dass das Pferd sein Verhalten zwar verändert hat, aber die ursprünglichen Verhaltensweisen nicht verloren gegangen sind.